Früher kannte der Mensch nur die Schlafmohnpflanze als starkes Schmerzmittel. Über Jahrtausende hinweg entwickelte er die Erzeugung von Opium, worin er die Inhaltsstoffe der Mohnpflanze konzentrierte.
Erst Sertürner gelang es aus der Mohnpflanze einen Inhaltsstoff zu isolieren, das Morphin. Bei genaueren Untersuchungen stellte man später fest, dass die Mohnpflanze nicht nur Morphin - sondern noch eine Reihe anderer wirksamer Verbindungen enthielt, die alle eine ähnliche chemische Struktur hatten. Man nannte diese Gruppe nun die Opiate.
Erst im letzten Jahrhundert gelang es der pharmakologischen Forschung neue chemisch verschieden aufgebaute Stoffe zu synthetisieren, welche fast genau gleich wie diese Opiate wirken. Der bekannteste Vertreter ist das Heroin. Deshalb wurde es notwendig ein neues Wort, einen passenden Begriff zu schaffen. Man nannte die Übergruppe, die sowohl die natürlichen Opiate und auch andere gleich wirksame Strukturgruppen enthielt OPIOIDE. Allen Opioiden ist nun ein Wirkspektrum gemeinsam - sie sind stark schmerzstillend, erzeugen bei chronischem Gebrauch eine ausgeprägte Abhängigkeit und sie erzeugen bei Einnahme ein Wohlgefühl - weshalb sie oftmals aus Genussgründen eingenommen werden. Werden diese Verbindungen nun zur Unterhaltung eingenommen, spricht man von Euphorika oder euphorisierende Rauschdrogen.
Anbei befindet sich eine Übersicht über die Wirkgruppe der Opioide, sowohl über ihre Stammpflanzen, als auch über ihre einzelnen Verbindungen: