Yohimbin

Formel aus:

(#1, #92/869)

Andere Namen:

Aphrodin, Corymbin, Corynin, Hydroergotocin, Johimbin, Quebrachin, Quebrachina, Yohimbenin, Yohimbina, Yohimbine, Yohimbinum, Yohimvetol. (#92/869)

Allgemeines:

Indolalkaloid. (#32)

Vorkommen:

Alstonia angustifolia, A. scholaris;
Aspidosperma quebracho-blanco;
Catharantus lanceus;
Corynanthe yohimbe;
Mitragyna stipulosa;
Pausinystalia macrocera, P. trillesii, P. yohimba;
Rauwolfia macrophylla, R. serpentina, R. volkensii;
Vinca ssp.

Wirkungen:

Diese Verbindung ist ein MAO-Hemmer, d.h Mono-amino-oxidaysehemmer, glaubte man frueher. Es ist lediglich ein alpha-adrenerger Blocker und stimuliert dadurch die Ausschuettung von Noradrenalin an den Nervenenden, wodurch es im Schwellkoerper frei wird und zur Errektion fuehrt. (#92/869) Es wirkt so erregend auf die Sexualzentren im Sakralmark, und kann heftige, langandauernde Erektionen ausloesen, wie auch viele andere Quellen belegen. Deshalb wird es zur Behandlung von Impotenz eingesetzt. Es ist als Medikament zugelassen und zwar in der Form des Hydrochlorids. (#31,#92) In hoeheren Dosen hat es psychedelische Wirkungen, behauptet C. Raetsch, ein Hamburger Drogenforscher, der fr seine Selbstexperimente bekannt ist. (#32, #92)

Dosis:

Die Dosierung zur Behandlung der Potenzschwaeche ist 3x taeglich 5-10mg ueber 3-4 Wochen hinweg. Bei hoeheren Einzelgaben (15-25mg) kommt es zu psychoaktiven Wirkungen, die in gewisser Weise an LSD erinnern, aber weitaus weniger emotional ablaufen und bei denen mehr die koerperlichen Phaenomene (sexuelle Lust, erotisches Vergnuegen, Genusssteigerung) im Vordergrund stehen. Ueberdosierungen koennen sehr unangenehm werden, aber sind anscheinend nicht besonders gefaehrlich. Roth et al. berichten von einem Chemiker, der die 1000-fache Dosis, 1,8g, eingenommen hatte, er wurde fuer einige Stunden beusstlose, hierbei trat starker Priapismus auf, konnte aber innerhalb eines Tages aus dem Krankenhaus entlassen werden. (#92)

Reaktionsschema.

Geschichte:

19. Jhdt.: Die Droge wurde erstmalig aus Pausinystalia yohimba extrahiert und beschrieben. (#92/869)


Bildquellen:

Abbildung 1: In: TRACHSEL Daniel, RICHARD Nicolas: "Psychedelische Chemie.", S. 374f., Nachtschatten Verlag, Solothurn, 2000.