Calea zacatechichi Schlechtendal

Pflanzenbild Bildquelle. Die Pflanze.

Andere Namen:

zacatechichi-'bitteres Gras' mexikanisch; Von den Priestern der Chontal-Indianer "Thle-pelakano"-"Blatt Gottes" genannt (#11)

Der mexikanische Name Zacatechichi leitet sich aus dem Aztekischen her und bedeutet "bitteres Gras". Moeglicherweise ist es identisch mit der in kolonialzeitlichen Quellen beschriebenen berauschenden Pflanze chichixihuitl. (#32) Dream herb (&1)

Inhaltsstoffe:

Kraut: verschiedene Germacranolide (Caleicine und Analoge), ein noch unbekanntes, vermutlich leicht halluzinogen wirksames Alkaloid. Diaz (1979:79) zufolge gibt es eine psychoaktive und eine unaktive Variante der Pflanze. (#32)

Vorkommen:

Tropische Zonen im noerdlichen Suedamerika, Mexiko; (#11)

Einheimisch in hohen Kiefer oder Eichengegenden in Wolkenwaeldern eines begrenzten Gebietes in der suedlichen, mexikanischen Sierra. (&1)

Pflanzl. Fam.:

Compositae - Korbbluetler

Aussehen:

Gelbbluehender Strauch; (#32)

Niederer, verzweigender Strauch bis 4 Fuss gross. Sehr ausdauernde, mehrjaehrige, Trockenheitstolerante und an armen Boden Gewoehnte, aber sollte vom Frost geschuetzt werden. Gedeiht gut in Gartenerde. Die Samen sollten nur leicht bedeckt werden, feucht gehalten werden und in der vollen Sonne sein. (&1)

Allgemeines:

Als Insektengift gebraucht. Die Chontal-Indianer in Oaxaca (ein mexikanischer Teilstaat) bereiten aus den zerquetschten und getrockneten Blaettern einen Tee, der halluzinogen sein soll. Die Medizinmaenner der Chontal, die an die im Traum erlebten Visionen glauben und auf die laeuternde Wirkung dieser Pflanze schwoeren nennen diese Pflanze "Thle-pelakano (#11)

Die Chontal-Indianer, die im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca leben, nennen das Kraut, thle-pela-kano, "Blatt Gottes". Die Heiler der Chontal kochen aus den frischen zerquetschten Blaettern einen kraeftigen, adstringierenden Sud, den sie trinken, um Visionen und hellsichtige traumaehnlihce Zustaende zu erzeugen. Dazu legen sie sich in einen halbdunklen Raum und rauchen ein Zigarette aus getrockneten Zactechichi-Blaettern. Oft werden im Rausch die Stimmen von Goettern und Geistern wahrgenommen, die Ursachen von Krankheiten aufgedeckt, die Zukunft entschluesselt und verlorene Objekte wiedergefunden. (#32)

Pflanzenbild Bildquelle. Die Pflanze in einer Plastikschutzhuelle.

Geschichte:

Dieser unscheinbare Strauch, den die Mexikaner Zacatechichi, bitteres Gras, nennen, waechst im Gebiet von Mexiko bis Costa Rica und hat innerhalb der Volksmedizin eine wichtige Rolle gespielt, man hat ihn auch mit Vorliebe als Insektengift verwendet. Aus juengerer Quelle geht hervor, dass die Chontal-indianer im mexikanischen Teilstaat Oaxaca einen aus den zerquetschten und getrockneten Blaettern bereiteten Tee als Halluzinogen einnehmen. (#11)

Wirkungen:

Auch Gehoerstaeuschungen sollen waehrend des Rausches auftreten. (#11)


Bildquellen:

Abbildung 1: Zeichner/in: unbekannt; Quelle; SCHULTES R.E., HOFMANN A.: "The Botany and Chemistry of the Hallucinogens", THOMAS Charles C. Publishers, 1980.

Abbildung 2: Photograph/in: unbekannt; Quelle: Wikipedia;


Bibliographie:

Das Quellenverzeichnis der Enzyklopaedie