Mucuna pruriens (Linnaeus) De Candolle

Andere Namen:

Afrikanische Juckbohne, (#11, #92) M. prurita, Dolichos p., M. deeringianum, M. utilis, Stizolobium deeringianum, Stizolobium p., Stizolobium pruritum, Acharriya-pala, Akushi (Bengali), Baidhok, Balagana, Chiikan (Maya), Chipororo, Chiporro, Cow itch, Cowhage, Chowhage-Winde, Cowitch, Demar pirkok (Cuna), Haba, Huacawuru (Shipobo), Itchweed (engl. "Juckkraut"), Jeukboontje (holl.), Juckende Fasel, Juckfasel, Kachaguli, Kawanch, Kiwach (Hindi "schlecht zu reiben"), Korodu, Kuhkrätze, Mucunán, Ojo de vaca (span. "Rinderauge"), Ojo de venado (span. "Hirschauge"), Ojo de zamuro, Oyobe, Pwa gwate, Pica Pica, Pois à gratter, Pois pouillieux, Shabun baranti (Shipibo), Siliqua hirsuta, Velvet bean, Wich yuk (Lakandon "Rehauge"), Wodza, Zizi, Zootie. (#92)

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze beinhaltet verschiedene Indolalkylamine. (#11) Die Blaetter, der Stamm, die Samen und die Wurzeln enthalten die halluzinogenen Tryptamine DMT (Dimethyltryptamin) (#57, #62) und 5-Methoxy-DMT. (#20, #57, #62)

Aussehen:

Aus dem Buch "Pflanzen der Goetter", verfasst vom Botaniker R.E. Schultes und dem Chemiker A. Hofmann, stammt diese kurze, botanische Beschreibung des Gewaechs:

Es ist eine kraeftige Kletterpflanze, mit einem scharfkantigen Stengel und dreiteiligen Blaettern. Die Blaettchen sind laenglich oder eifoermig und beidseitig dicht behaart. Sie hat dunkelpurpurne oder blaeuliche, 2-3cm lange Blueten, die kurze und haengende Trauben bilden. Ihre mit langen, steifen und stechenden Haaren versehenen Huelsen sind etwa 4-9cm lang und 1cm dick. (#11)

Vorkommen:

Sie gedeiht in tropischen und warmen Zonen beider Hemisphaeren. (#11) Sie waechst in Indien, (#11, #62) Brasilien, Panama, Nepal, Westafrika, in der Karibik und in Thailand. (#62)

Pflanzl. Fam.:

Leguminosae - Huelsenfruechtler

Allgemeines:

Bislang gab es kein Zeugnis fuer den halluzinogenen Gebrauch von M. p., obwohl die chemische Untersuchung dieser Pflanze einen bedeutenden Anteil an halluzinogenen Substanzen hervorgebracht hat. (#11, #62) Volksstaemme in Indien haben sich moeglicherweise die psychoaktiven Eigenschaften dieser Pflanze zunutze gemacht. Die Samen werden zu Pulver zerrieben. (#11) Die Pflanze wird als Nervenstaerkungsmittel und Aphrodisiakum in Brasilien verwendet. Sie wird auch in Panama als Aphrodisiakum gebraucht. In der nepalischen Ethnomedizin wird sie bei Stoerungen des Nervensystems angewendet. Sie wird auch gegen Wuermer im tropischen Westafrika eingesetzt, und in der Karibik gilt sie als giftig. In der traditionellen indischen Ethnomedizin werden die Samen zur Abtreibung (#62) und als Aphrodisiakum gebraucht. (#11, #62)

Wirkungen:

Der Gesamtalkaloidgehalt wurde auf psychoaktive Wirkungen hin untersucht. Es waren stark veraenderte Verhaltensweisen zu beobachten, die auf halluzinogene Eigenschaften schliessen lassen, (#11) was ja kein Wunder ist, denn die Pflanze enthaelt die weitverbreiteten und bekannten, halluzinogenen Tryptamine DMT (Dimethyltryptamin) und 5-Methoxy-DMT. Es soll an dieser Stelle an die ausfuehrlichen Kommentare bei diesen Pflanzen verwiesen werden. (eigen)

Wirkdauer:

Es wurde keine spezifische Wirkdauer zu dieser Pflanze und ihren Auszuegen veroeffentlicht. Es kann aber von den Inhaltsstoffen auf eine relativ kurze Wirkung geschlossen werden, die kaum eine halbe Stunde dauert. (eigen)

Sucht:

Es ist weder eine koerperliche, noch eine glaubhafte, geistige Abhaengigkeit bekannt geworden. (eigen)