
Buprenorphin wird eigenartigerweise auch als Dopingmittel fuer Rennpferde verwendet. (#53//130) Eigentlich muesste man vom Wirkspektrum der Opioide beim Menschen eher mit einer daempfenden Wirkung rechnen, doch die Wirkqualitaet psychoaktiver Rauschdrogen scheint nicht voellig uebereinzustimmen. (eigen)
Buprenorphin ist ein halbsynthetisches Opioid dass aus Thebain gewonnen wird. Es ist ein partieller Agonist/Antagonist. So ist es am my-Receptor ein Agonist, was die schmerzstillenden Wirkungen erklärt, aber am kappa-Rezeptor ist es ein Antagonist, was ein Fehlen disphorischer Eigenschaften erklärt. Ebenso wird die atemdepressive Wirkung vor allem über den kappa Rezeptor übertragen, was die Anwendung sehr sicher macht - nicht jedoch im Zusammmenhang mit Benzodiazepinen- diese verstärken die atemdepressive Wirkung um mehrere Potenzen. In hohen Dosen wie bei der Drogensubstitution wirkt es ausserdem leicht antidepressiv. (Wikipedia)
Temgesic ist der Name des niedrigdosierten Schmerzmittels, was vor allem für die Schmerztherapie eingesetzt wird. In höheren Dosen kommt es unter dem Namen Subutex zur Drogensubstitution auf den Markt. Es gibt sogar ein mit Naloxon versetzes Mittel, Suboxone genannt, welches ebenfalls zur Drogensubstitution eingesetzt wird. (Wikipedia)
Buprenorphin wird vor allem sublingual und transdermal eingesetzt, d.h. sublingual bedeutet, dass die Tablette unter die Zunge genommen wird und man sie dort langsam zergehen läßt. Transdermal bedeutet, dass die Droge durch die Haut aufgenommen wird. Dies geschieht in Form eines Pflasters, dass langsam die Droge an die Haut abgibt. Intravenös wird es nur bei stärksten Schmerzen stationär durch Infusionen eingesetzt. (Wikipedia)
Wenn die Dosis allgemein gesteigert wird, kommt es zum ceiling-effekt (Deckeneffekt) über den hinaus keine stärkere Schmerzlinderung mehr zu erreichen ist, im Gegensatz zu Morphin. (Wikipedia)
Bei der Umstellung auf Subutex muss man aufpassen, dass genügend Abstand zwischen der letzten Opioidgabe und der neuerlichen Subutexaufnahme ist, da es ansonsten zu starken Entzugsymptomatiken kommt, da die partielle Antagonisteigenschaft von Buprenorphin zu Entzugsymptomen bei Beikonsum führt. Deshalb wird dieses Mittel so gerne in vielen Staaten dieser Erde zur Substitution eingesetzt, da Beikonsum automatisch bestraft wird durch Entzugssymptome. (Wikipedia)
Naloxon kann ebenfalls zur Behandlung einer Überdosis eingesetzt werden, doch man muss es aufgrund seiner geringen Wirkdauer intrainfusionär geben und zwar über einen langen Zeitraum hinweg in sehr hoher Dosierung, viel höher als bei Morphin. (Wikipedia)
1980: Buprenorphin wird in der Form von Temgesic als Schmerzmittel in Deutschland zugelassen. (Drogenwiki)
1993: Buprenorphin ist als Substitutionsmittel in der BRD nicht zugelassen. (#53/130)
2008: Inzwischen wird Subutex in der BRD verwendet. Auch in Österreich und der Schweiz kommt es zum Einsatz und in vielen anderen Ländern dieser Erde. (eigen)